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Der Fonds-Brief

 

Mai 2012
 
 
 
Private und institutionelle Asset Allocation / cash management
 
Der unmögliche gemeinsame Weg Europas
Der Euro ist nichts anderes als eine Ansammlung frommer Polit-Wünsche, unhaltbarer Utopien, zig gebrochener Versprechen und eine monströse, undemokratische Geldverschwendungsmaschine.

Die Konsolidierung von Staatsschulden wurde faktisch komplett aufgegeben und ersetzt durch das Gelddrucken der EZB. Selbst Deutschland schafft auch in guten konjunkturellen Zeiten keinen Schuldenabbau, sondern weitet die Neuverschuldung kräftig aus.

Das „Geschäftsmodell Europa“ basiert einzig und allein auf aufgetürmten Schuldenbergen, die kräftig weiter wachsen und einer EZB, die das Ganze mit jeder gewünschten Geldmenge finanziert.

Mit dem ESM soll in diesen Monaten zudem eine Institution aus der Taufe gehoben werden, die für 2 Dinge steht: Beschleunigung des Entdemokratisierungsprozeßes und die ungestrafte Fortsetzung des lustigen Schuldenmachens. Nachdem Sparzwänge politisch zunehmend undurchführbar werden, ist auch schon abzusehen welche Richtung angestrebt wird. Der Euro hat heute schon viele Elemente von vormals Lira und Franc, der Stützpfeiler DM schrumpft in der Bedeutung. Inflation wird unweigerlich zunehmen, schaut man auf die letzten Lohnerhöhungsrunden, die unter dem Beifall der Politik beschlossen wurden. Erlahmen die wirtschaftlichen Auftriebskräfte – viele europäische Länder sind bereits in einer Rezession – kommt das Thema Stagflation auf den Tisch.

Nachdem Inflation offensichtlich gewünscht wird (in Deutschland gab es da früher ganz andere Vorstellungen), kommen wir unweigerlich zum Thema Gold.
 
 
Zwar ist das gelbe Metall seit mehreren Monaten in einer Konsolidierung, eine top-Bildung ist allerdings nicht auzumachen. Auch der bisherige Anstieg verlief im Vergleich zu den 70er Jahren moderat und nicht exponentiell. Der fundamentale Hintergrund spricht also unverändert für Gold. Gold hat unverändert hohe Nachfrage; allein ablesbar an der Werbung der vielen Goldhändler, bleibt also eine Empfehlung.

In früheren Zeiten hätte man durchaus einen Gold ETF oder Goldminenfonds auf die Empfehlungsliste setzen können. Heute, in Zeiten von extrem schnellen Tendenzwechseln, ist der Umgang mit dem Edelmetall eine klassische Aufgabe für hervorragend gemanagte vermögensverwaltende Fonds. Wir werden auch bei attraktiven Sondersituationen von unserer Linie nicht abweichen.


An den Rentenmärkten wird ein einzigartiges Schauspiel geboten! Die Umlaufrendite fiel entgegen den Erwartungen nochmals auf ein neues Rekordtief. Werte von 1,31% wurden noch nie gesehen. Sie sind das Ergebnis erfolgreicher Zinsmanipulation der EZB und der Tatsache geschuldet, daß Bundesanleihen neben wenigen anderen Ländern das höchste Rating haben. Nur: sollte die Tendenz drehen, vom Trend möchte ich gar nicht sprechen, werden Rentenfonds eine hochriskante Anlageklasse.

In eine ähnliche Situation sind auch Fonds für Unternehmensanleihen geraten. Unternehmen mit sehr gutem Rating können sich heute zu fast ähnlichen Konditionen verschulden wie der Staat. Auch das ein Phänomen, das es noch nie gab. Da man mit Qualitäten und Laufzeiten gut strukturieren kann, bleiben diese Fonds noch auf unserer Liste. Völlig abzuraten ist von Hochzins-Unternehmensanleihen. Diese Fonds-Kategorie brilliert gelegentlich mit schier unglaublichen Performance-Zahlen. In Rezessionsphasen kommt allerdings das große Kniezittern. Dann sind nervenzehrende Verlustphasen vorprogrammiert. Die Frage stellt sich: braucht man wirklich solche Fonds?
 
Kommen wir zum erfreulichsten Thema: vermögensverwaltende Fonds
Die Fonds Industrie wäre nicht die Fonds Industrie, wenn sie sich dieses immer beliebter werdenden Themas nicht annehmen würde. In einschlägigen Publikationen nimmt dieses Thema einen immer größer werdenden Raum ein. Das geschieht nicht ganz freiwillig. Die Fonds Industrie hat viel Übung darin aktuelle Themen zu vermarkten (Nachhaltigkeit, Rohstoffe und ähnlichen Mist). Damit konnte man in der Vergangenheit Milliarden einsammeln. Leider verfängt die Masche nicht mehr. Die meisten Fonds-Gesellschaften sind zu Dinosaurieren geworden, die den Kometeneinschlag schlicht verpaßt haben. Den Anleger interessiert nicht das tolle Thema, sondern das was am Ende des Tages herauskommt. Genau damit haben über 90% der Fonds und Fondsgesellschaften so ihre Probleme. Die kleinen Asset-Management-Boutiquen sind die Bringer geworden. Oft mit orginellen, aber gewinnbringenden, innovativen Ideen, hinter denen oft genug extrem viel Erfahrung steckt (sorry aber die Ü50 haben da einen gewaltigen Vorteil). Auf der Strecke bleiben die Referenz-Index-Murkser, die es weder in Aufwärts- noch in Abwärtstrends schaffen, für ihre Kunden einen Mehrwert zu generieren. Wer braucht schon so etwas?
 
Der Rest des Fonds Briefs ist reserviert für unsere Kunden.

 


DER FONDS BRIEF ist eine Publikation des Fonds Beraters Gerhard Eser, Händelstr. 6, 86415 Mering. Chefredaktion Gerhard Eser. Inhalt und Empfehlungen beruhen auf Quellen, die wir für präzise und zuverlässig halten. Eine Haftung kann nicht übernommen werden. Die Informationen des FONDS BRIEFS ersetzen kein Beratungsgespräch mit einem unserer Mitarbeiter. DER FONDS BRIEF ist eine kostenlose Zusatzleistung für unsere Kunden. Der Preis für ein Jahresabonnement beträgt € 80,00 zuzügl. der jeweils gültigen MWSt. Für ein persönliches Beratungsgespräch stehen wir Ihnen börsentäglich von 9:00 bis 18:00 unter 08233 / 744970 zur Verfügung.

 

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